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der etwas andere Bestatterweblog

Autor: Michael (Seite 1 von 3)

Beratungsresistent

Gestern, am Donnerstag, ist nichts erwähnenswertes passiert aber heute am Freitag trifft mich die Planung des Chefs so hart, dass nichts mehr sitzt – auch die Frisur nicht.

Denn: obwohl oder gerade weil ich nicht dafür angestellt wurde gefällt mir die morgendliche Planung des Chefs nicht, denn ich soll mich in die Kunst der Beratungsgespräche Einarbeiten.

Das dürfte so ziemlich das letzte sein für das ich Talent mitbringe, aber versuchen kann ich’s ja mal.

Vorher geht’s allerdings zusammen mit Hans zum Friedhof um ein Grab für den Nachmittag vorzubereiten. Da es ein extra tiefes, nagelneues, Grab auf einer Grünfläche wird brauchen wir den ganzen Vormittag bis endlich alle Löcher gebuddelt sind, alles mit Kunstrasen bedeckt und hübsch hergerichtet ist.[...] ... zum Artikel

Ich bin mal kurz Zigaretten holen

Dienstag Morgen, Regen, die Frisur hält.

Außerdem sitzt dem Chef und Hans seit heute Nacht der Schalk im Nacken. Die Witze über die Frau in der Dusche nehmen so gar kein Ende und ein paar Kurze vom guten Himbeergeist machen es auch nicht besser.

Zum Glück sitze ich wenig später mit Hans, dem der Schnaps weit weniger aus zu machen scheint als mir, im Leichenwagen. Wir sind auf dem Weg zu einer Urnenbestattung.

Es ist die Bestattung von Herrn Grober den Hans und der Chef Anfang letzter Woche spät abends im Auftrag der Polizei abgeholt hatten.[...] ... zum Artikel

CSI – unter der Dusche

Nach meinem frühzeitigen Feierabend heute kam ich nach Hause, habe geduscht, gegessen, bin etwas durchs Netz gesurft und habe den Tag bei 3-4 Halben Revue passieren lassen.

Gegen 2 Uhr morgens reißt mich dann plötzlich der schrille Ton des Telefons aus den Federn, im Halbschlaf gehe ich ran und höre die ernste Stimme von Herrn Grabowoski. Der Chef klingt als hätte er gut getankt und im Hintergrund glaube ich Gelächter zu Hören.

Er faselt etwas von einer toten Frau, die man laut Polizei noch heute Abholen muss. Um was es genau geht sagt er mir nicht.  Er nennt mir nur die Adresse und wir vereinbaren uns dort in 30 Minuten zu treffen.[...] ... zum Artikel

DDoS

Einen schönen guten Tag an alle Leserinnen und Leser. Okay, hier regnet es und an sich ist’s ein echter Scheißtag – aber ihr wisst ja die Attitüde…

Leider hat es sich ergeben dass der neue Server und damit auch die neue Domain zeitweise nicht erreichbar sind bzw. waren.

Woran es liegt? Nun offenbar waren die Löschanträge im Suchindex – von wem auch immer – nicht genug. Hier trudeln jedenfalls zeitweise jede Menge sinnloser Anfragen an den Server ein. Allgemein ist so etwas als Distributed Denial of Service Attacke bekannt.[...] ... zum Artikel

Himbeergeist zum Frühstück

Es ist Montag morgen, März, die Sonne strahlt als ich im Institut ins Büro laufe. Aber irgendetwas ist anders. Nach der obligatorischen Begrüßung sehen mich alle plötzlich ganz ernst an.

Wie sich herausgestellt hat Tratschen auch Bestatter, also nicht mit mir, aber mit Frau Kiesling und dem Chef hat Hans wohl über unseren kleinen Mundraub bei Herrn Wolf geredet.

Der Chef spricht mich ernst darauf an und gerade als ich mich innerlich nach einem neuen Job umsehe kommt Frau Weiherhofer mit einem fetten Grinsens ins Büro[...] ... zum Artikel

Offline… aus .com wird .net

Ich möchte mich bei allen Lesern und solchen die es werden wollten für die Offline-Zeit entschuldigen. Die Seiten waren nun etwa 7 Tage nicht erreichbar und werden über die alte .com Domain wohl nie mehr erreichbar sein.

Warum?


Lag es an einem Einbruch ins System? War es eine Distributed Denial of Service Attacke? Hat der Hoster die Seite wegen ihrer Inhalte gesperrt?

Ehrlich? Es war nichts von alle dem. Wir haben uns, aus Zeitmangel, dazu entschieden keine eigenen Server mehr zu Administrieren (tatsächlich braucht so ein Gerät nämlich etwas Pflege und manchmal ein paar Streicheleinheiten zB. das Einspielen von Patches, Updates, Korrekturen an der Firwall – eben alles was nötig ist um ein System halbwegs sicher und stabil am laufen zu halten).[...] ... zum Artikel

In eigener Sache

Wie sich herausgestellt hat habe ich tatsächlich einige Leser – vielen Dank.

Allerdings bekomme ich ab und an Fragen wie es denn mit dem Blog aussieht, warum es nicht weiter geht und ob ich immernoch beim Bestatter arbeite. Deshalb möchte ich mich dazu noch einmal kurz äußern:

Nein, ich arbeite schon lange nicht mehr dort. Mein derzeitiger Job ist totlangweilig und zu Berichten gibt es da leider nichts, außer man möchte über Ausbeutung und Knochenarbeit sprechen.

Zwar habe ich hauptsächlich wegen der finanziellen Vorteile darüber nachgedacht mich wieder bei einem Institut zu Bewerben, bei meinem Glück lande ich aber sicher wieder beim schwärzesten aller Schafe und deshalb lasse ich das.[...] ... zum Artikel

Wie ein Hund

Es ist Freitag, Hans und der Chef sind schon seit 4 Uhr unterwegs um einen Leichnam aus Hamburg zu Überführen. Mein Tag wurde vorab schon durchgeplant.

Von 8 bis 12 Uhr soll ich in der Werkstatt Särge vorbereiten und Leute Einsargen. Ich bekomme eine Liste aus der sich ergibt wer welchen Sarg mit welcher Ausstattung bekommt und dazu 4 riesige Plastiktüten voll Kleidung. Alleine habe ich das noch nie gemacht, aber wie schwer kann das sein.

Als ich den ersten Sarg Modell “Palmwedel” mit Papierschnipseln ausgelegt hatte und der Stoff mit samt Kissen und Decke fertig war kommt der DHL-Mann zur Werkstatt Türe rein und drückt mir ein Paket in die Hand “Einmal Express”.[...] ... zum Artikel

Das Chamäleon

Es regnet mal wieder als ich und Hans kurz nach halb neun die Auffahrt des lokalen Krankenhauses verlassen. Den Weg werden wir heute noch 3mal Fahren, zunächst geht’s aber dank Zeitmangel mit samt der Überreste von Frau Kitz zum Stadtfriedhof wo wir eine Urnenbeisetzung für den Nachmittag vorbereiten.

Hastig richten wir die Lied-tafeln in der Kirche zurecht, bauen Blumengestecke, Kerzen und Dekoration auf.

Danach buddeln wir noch kurz das winzige Urnengrab, zu zweit mit Abwechseln schaffen wir die 60 cm in unter 10 Minuten. Während Hans mit der Schubkarre gen Lagerplatz sprintet lege ich eilig noch einige Zweigchen die ich mir von einer Tanne auf dem Friedhofsgelände leihe um das Erdloch.[...] ... zum Artikel

Der Tod macht heute Kaffeepause

Das könnte man wenigstens vermuten, denn in der Wochenmitte ist so gar nichts los.

Vormittags trifft die letzte Verwandte von Herrn Neumann im Institut ein, es ist seine Enkelin.

Eine Junge Frau Mitte 20 die mit einem alten Fiat Panda vor fährt dessen Motor gerade auch seine letzten Atemzüge durch hustet. Von Frau Kiesling erfahre ich später, dass sie als Zeitarbeiterin bei einem namhaften deutschen Automobilhersteller arbeitet und das Geld gerade so zum Überleben reicht.

Sie ist damit eine von vielen die schlicht kein Geld für Beerdigungen haben und man kann ihr Ansehen, dass sie mit ihrer Entscheidung für eine anonyme Urnenbestattung selbst nicht zufrieden ist. Leider ist das die billigste Lösung.[...] ... zum Artikel

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