Mir ist dieser Fall in der relativ kurzen Zeit zweimal untergekommen. Warum das so ist kann ich nur vermuten, es liegt aber bei vehementer Gegenwehr des Arztes nahe dass er unter Umständen einen Fehler gemacht hat und nicht möchte dass dieser aufgedeckt wird.

 

Ob ein Fehler in so einem Fall bei einer gerichtsmedizinischen Untersuchung aufgedeckt wird ist fraglich – eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Als Bestatter erfährt man üblicherweise (wenn die Angehörigen nicht besonders redselig sind) nie was dabei heraus kam.

 

Fakt ist: nach dem Tod des Patienten haben die berechtigten Personen das Recht darüber zu Verfügen ob eine solche Untersuchung durchgeführt wird oder nicht. Sollte euch die ärztliche Belegschaft etwas anderes Erzählen und die Herausgabe zur Überführung veweigern (auch das kommt vor) droht damit die Polizei hinzu zu ziehen, hilft das nichts: tut es.

 

 

Am Ende kann ich nur noch den guten Rat geben sich in diesem Fall vor der Untersuchung vom Verstorbenen zu Verabschieden (falls gewünscht) – von einer späteren Abschiednahme am offenen Sarg rate ich in diesem Fall ohne professionelle Thanatopraktische Behandlung dringend ab.

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